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Der grüne Gockel

Solardach mit Kirchturm, Foto: DBU

Eine Kirchengemeinde vermindert ihren Umweltverbrauch

 

Neulußheim (6600 Einwohner) liegt in Baden-Württemberg, die evangelische Kirchengemeinde gehört zur badischen Landeskirche. Bereits 2002 traf die Gemeinde die erste wichtige Entscheidung für den Umweltschutz. Das neu gebaute Gemeindezentrum wurde mit zwei Grundwasserwärmepumpen ausgestattet und verfügt über 18 Photovoltaikmodule sowie eine Regenwassernutzungsanlage. In nur zwei Jahren wurden so die Heizkosten um mehr als die Hälfte gesenkt. Die benötigte elektrische Energie wird von den Elektrizitätswerken Schönau bezogen.

 

Seit November 2005 arbeitet die Gemeinde im Rahmen des Programms »Grüner Gockel« am Aufbau eines Umweltmanagementsystems. Zwölf Männer und Frauen kümmern sich als Umweltteam in drei Arbeitskreisen um die Themen Verkehr/ Wasser/ Abfall/ Energie, fairer Handel/ Ernährung und Umweltbewusstsein/ Öffentlichkeitsarbeit. Zunächst zeigte eine gründliche Bestandsaufnahme, wo es noch Schwachstellen gab, zum Beispiel bei der Einstellung der Wärmetechnik im Kirchenraum.

 

Daraus wurde im Jahr 2007 ein Umweltprogramm mit konkreten Minderungszielen zum Beispiel zum Strom- und Papierverbrauch formuliert. Die Umwelterklärung wurde im Mai 2007 von einem unabhängigen externen Prüfer nach dem EU-EMAS-Standard zertifiziert. Die Aktivitäten strahlen inzwischen auch auf die Kommune aus. Dafür veranstaltet das Umweltteam Aktionen und Informationsangebote und gewährt interessierten Hausbesitzern Einblick in die Technik der Wärmepumpen und der Solaranlage. So haben sich schon einige Nachahmer gefunden. Das nächste große Projekt ist die Initiierung einer Bürgersolaranlage.



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