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Bonn kauft nachhaltig

Bonn am Abend, Foto: www.pixelio.de

Etliche Städte und Kommunen in Europa und anderswo haben bereits Elemente einer verantwortungsbewussten öffentlichen Beschaffung in ihre Richtlinien aufgenommen. Die Stadt Bonn etwa verlangt eine Herkunftsangabe aller Hölzer, die von Behörden der Stadt gekauft werden. Wo immer möglich sollen einheimische Hölzer erworben werden; für die Beschaffung von Tropenhölzern gilt, dass sie zertifiziert sein müssen; als Referenzstandard dient etwa das Gütesiegel von Forest Stewardship Council.

Beim Kauf von Kaffee gibt die Stadt Bonn einen extra Zuschlag für fair gehandelten Kaffee, und die Stadt unterstützt Informationskampagnen zu fairem Handel; in der Stadt wird zudem der Verkauf der eigenen Marke „Bonn Kaffee“ gefördert, ein mit dem Namen der Stadt bezeichneter Fair Trade-Kaffee. Beim traditionellen Karnevalszug werden Süßigkeiten aus fairem Handel verteilt.

Dem Beispiel der Stadt München folgend kauft Bonn keine Artikel mehr, die durch ausbeuterische Kinderarbeit hergestellt wurden (ILO-Konvention Nr. 182). Lieferanten müssen das Herkunftsland der Güter angeben und ein Zertifikat oder eine Eigenverpflichtung erbringen, die Kinderarbeit ausschließt. Zur Beschaffung von Büromaterial entwickelte das Bonner Umweltamt umweltfreundliche Kriterien auf der Grundlage von Umweltsiegeln und zusätzlicher Marktforschung.



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