Als im Jahr 1996 die Studie "Zukunftsfähiges Deutschland – ein Beitrag zu einer global nachhaltigen Entwicklung" vom BUND und der katholischen Entwicklungsorganisation MISEREOR erschien, erregte sie große Aufmerksamkeit.
In den ersten zwei Jahren wurden 35.000 Exemplare der Studie "Zukunftsfähiges Deutschland" verkauft und sie wurde auf englisch und italienisch übersetzt. Eine Kurzfassung stellte die wichtigsten Aspekte dar, von der 120.000 Exemplare verkauft und die in englisch, spanisch, französisch, italienisch und japanisch übersetzt wurde. Auf lokaler und regionaler Ebene wurden Nachfolgestudien erstellt, zum Beispiel: "Zukunftsfähiges Rheinland-Pfalz", "Blickwende Rhein-Neckar", "Zukunftsfähiges Bayern" oder "Zukunftsfähiges Stuttgart".
Allein 1996 fanden 1.000 Veranstaltungen statt, viele waren der Auftakt für lokale Agenda 21-Prozesse. Zeitungen, Rundfunk- und Fernsehsender griffen die Inhalte auf, der Spiegel sprach von der "Grünen Bibel für das 21ste Jahrhundert". Der wissenschaftliche Diskurs wurde in die Gesellschaft hineingetragen und diskutiert. Die Studie und der parallel organisierte Diskussionsprozess war ein entscheidender Schub für die Diskussion und Umsetzung der Idee von nachhaltiger Entwicklung in Deutschland.