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Kurswechsel in Deutschland und Europa

Reichstag in Berlin; Foto: www.pixelio.de

Im vierten Teil der Studie werden Gestaltungsperspektiven für Politik und Wirtschaft für Deutschland und Europa entworfen. Sie fordern vor allem einen Paradigmenwechsel im Management der Produktions- und Dienstleistungssysteme. Dafür werden Richtungen und Wege hin zu einer ressourcenleichten und naturverträglichen Ökonomie vorgestellt, die von übergreifender Bedeutung sind: der Umstieg auf die Solarwirtschaft sowie der kluge Umgang mit allen mobilisierten Stoffen und Energien. Diese Umgestaltung erfordert, neue Prioritäten in der Politik zu setzen. 

Deregulierung und Globalisierung hießen die Losungen der 1990er Jahre, Zukunftsfähigkeit dagegen verlangt Regulierung und Regionalisierung. Eine regulierende Architektur des Marktes muss vor allem dazu führen, dass Firmen ökologische wie soziale Kosten nicht mehr externalisieren. Auch wird sie Leitplanken festlegen, welche die Dynamik des Marktes in eine dem Gemeinwohl förderliche Richtung lenken.

Regionalisierung indessen verfolgt das Ziel, Ressourcenkreisläufe auf regionaler Ebene zu schließen, eine transportsparende Wirtschaftsweise zu begründen und die regionale Ökonomie zu stärken. Schließlich wird Umweltpolitik, die sich nicht gleichzeitig um Sozialpolitik kümmert, keinen Erfolg haben. Denn ein ernsthaftes Umsteuern stellt höchste Ansprüche an die Kooperationsfähigkeit der Gesellschaft. Deswegen werden eine neue Arbeits- und Teilhabepolitik sowie Maßnahmen zur Umverteilung von Einkommen und Vermögen dringlich.

 

Die Kapitel:

  • Basis wechseln: Auf Solarwirtschaft umsteigen
  • Überflüssig machen: Von den Chancen der Ressourceneffizienz
  • Märkte gestalten: Der Primat der Politik
  • Kreisläufe schließen: Die Renaissance der Regionen
  • Arbeit fair teilen: Auf dem Weg zur Tätigkeitsgesellschaft


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