Der Evangelische Entwicklungsdienst (EED) hat die Studie "Zukunftsfähiges Deutschland in einer globalisierten Welt" mit in Auftrag gegeben. Er will damit einen Anstoß zur gesellschaftlichen Debatte geben, die vor der Bundestagswahl 2009 sicher an Intensität zunehmen wird.
Es ist meine Überzeugung, dass sich der Nord-Süd-Horizont und der Umwelthorizont im politischen Handeln stärker mit einander verbinden müssen als bisher. Dazu geht der EED als evangelische Einrichtung neue Allianzen ein. Denn der Umgang mit dem Klimawandel ist sowohl im Norden als auch im Süden vor allem eine Frage der Gerechtigkeit. Wenn die Gerechtigkeitsfrage nicht überzeugend beantwortet wird, werden noch mehr Menschen ihre Heimat verlassen, weil ihre Lebensgrundlagen bedroht sind.
"Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln. Er weidet mich auf einer grünen Aue" beginnt der 23. Psalm. Es gibt Grund zur Zuversicht, wenn wir jetzt tätig werden. Es ist nicht zu spät, wir können etwas tun: als Verbraucher, als Staatsbürger und auch als kirchlich Engagierte. Der EED hat darauf geachtet, dass die Erfahrungen seiner internationalen Partner in die Analysen der Studie einbezogen werden. Er setzt sich dafür ein, dass der nötige Entscheidungsdruck auf Politik und Wirtschaft verstärkt wird, damit unsere Welt eine gute Chance für die Zukunft hat.
Dr. Konrad von Bonin
Vorstandsvorsitzender des EED